München-Treffen 2014: Ein Bericht

Castd_shark war so freundlich, für das Brace & Cast Forum einen Bericht zu verfassen, den wir euch natürlich auch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchten – gibt er doch einen schönen Eindruck davon, wie derartige Treffen für gewöhnlich ablaufen. Vielleicht bekommt ja auch jemand Lust, das nächste Mal dabeizusein?

Als CrazyCast, eine weitere Bracerin und ich in unserem Stammlokal ankamen, waren wir nicht die ersten. Drei Caster waren schon vor Ort, in der Annahme, es gehe schon um 18:00 Uhr los. Nach einigem Hin und Her entpuppte sich das wohl als Kommunikationsfehler, aber nicht als gröberes Problem. Wir drei gesellten uns hinzu und warteten derer, die noch kommen würden. Keine 20 Minuten später waren wir weitgehend vollständig. Unter dem Tisch steckten dieses Mal auch zwei Gipsbeine. Normalerweise sind die Treffen selbst ja castfrei, aber da CrazyCast und ich schon seit Christi Himmelfahrt in München weilten, hatten wir die Gelegenheit einfach nutzen müssen. Und zum LLC eines weiteren Teilnehmers ist nur zu sagen, dass der ja so halb med war, also auch entschuldbar. Am Tisch befand sich ein guter Querschnitt durchs Brace & Cast Forum: Etwa fünfzehn Caster, Bracer und Rolli-Fahrer. Ein guter Teil davon Mitglieder des Münchner Stammtisches, ein Teil war aus den anderen Bundesländern eingeflogen. Bekannte und neue Gesichter, kurzum: Ein schöner Abend bei gutem Essen, gegen Mitternacht brachen dann auch die letzten noch auf gen Unterkunft.

Es ist wohl dem Umstand zu schulden, dass wir keine gemeinsame Ferienwohnung hatten, doch sicher auch der Vielschichtigkeit der Treffen-Teilnehmer, dass es diesmal keine gemeinsame Cast-Session gab. Wir können für uns jedoch nur sagen, dass uns dieser Umstand in keinster Weise gestört oder negativ aufgefallen war, Gelegenheit hätte jedenfalls bestanden. Wer casten wollte, hatte das schon vorher oder später für sich allein getan und damit war es auch gut.

Für den nächsten Tag war Frühstück am Marienplatz geplant. Um 10:00 Uhr am Morgen trafen wir zunächst zu fünft vor dem Rathaus ein. Zur Abwechslung war am Marienplatz gerade mal keine Großveranstaltung oder Demonstration und so war es nicht weiter schwierig, einen Platz im sonnenbeschienenen Cafe Woerner’s zu ergattern. Seltsamerweise waren mittlerweile ein weiterer verletzter Fuß unter unserem Tisch, da hatte über Nacht wohl noch jemand Pech gehabt…

Nach ausgiebigem Frühstück brachen wir zu einem gemeinsamem Spaziergang durch den englischen Garten auf. Ziel: Olympiapark! Aufgrund des doch etwas ausgeprägten Fußleidens zweier Mitglieder haben wir dann aber später doch die U-Bahn zur Weiterfahrt genommen. Vor Ort angekommen, stolperten wir erstmal in die BMW-Welt. Nicht wegen der Autos, nein, die Toiletten dort sind super. Nachdem alle Bedürfnisse erledigt und Fotos geschossen waren, ging es weiter in die Körperwelten-Ausstellung, welche gerade in der kleinen Olympia-Halle gastierte. Auf dem Weg dorthin sammelten wir unsere Kollegin von der Braces-Fraktion ein und tauchten mit ihr ein in eine fantastische Reise durch den menschlichen Körper und die Entstehung neuen Lebens. Als wir nach sicher 2 Stunden dann wieder das Tageslicht auf der Haut spürten, stand noch der Olympia-Turm an. Vorher stärkten wir uns jedoch noch kollektiv mit Curry-Wurst.

München von oben war schon gigantisch, die Fernsicht war super, sodass man sogar ein wenig die Alpen sehen konnte. Nachdem wir mit dem Turbo-Lift wieder im gefühlt freien Fall unten angekommen waren, erwartete uns dort schon ein weiterer Rollifahrer, der vor der Fahrt nach oben schon sein Kommen angekündigt hatte. Gemeinsam macht wir uns laufend, krückend, humpelnd und rollend auf den Weg zum Streetlife-Festival, das vor unserem Stammlokal Nummer 2, der Bento-Box, gerade entlang der ganzen Straße stattfand. Das hieß vor allem: Jede Menge Mensch, 0 Autos und jede Menge Stände mit allem Möglichen im Angebot. Vorher jedoch überprüften wir, ob die Bento Box auch rolligerecht war und reservierten gleich als man uns den Platz im unteren Teil des Restaurants anbot. Anschließend schlenderten wir durch das StreetLife-Festival hinunter bis zum Odeonsplatz, wo wir einen weiteren Caster auflasen, der sich dort auf Sighting-Jagd begeben hatte. Wir hatten auf dem Weg auch so einiges an Rollis, Krücken und Casts gesichtet, München machte seinem Ruf als Sighting-Paradies also mal wieder alle Ehre. Eine kurze U-Bahn-Fahrt später erreichten wir die Bento Box und ließen uns das Abendbrot gehörig schmecken.

Treffpunkt am nächsten Tag: 11.00 Uhr zum Weißwurst-Frühstück im Augustiner-Bräu. Zunächst zu dritt genossen wir die Vormittags-Sonne, die Weißwürste und Brezen. Nachdem ein weiterer Teilnehmer zu uns gestoßen war, der sich seltsamerweise ein wenig ungelenk bewegte und den Tag über ab und zu klagte, er fühle sich wie eine Schildkröte, brachen wir auf Richtung Schloss Nymphenburg. Ein Rollifahrer, nicht sicher ob er rollen wollte, ließ sein Gefährt vorerst lieber im Kofferraum und so erkundeten wir, nachdem auch unsere Bracerin wieder zu uns gestoßen war, die heute seltsam humpelte, den Park um das Schloss.

Ein lustiges und fast nasses Fotoshooting später gesellte sich noch jemand zu uns, mit dem wir nicht mehr gerechnet hatten, da er bereits seine Abreise angekündigt hatte: Der Rollifahrer vom Vortag. Gemeinsam tingelten wir durch den Park vorbei an kleinen Tempeln, Tümpeln und Gänsekolonien. Auf der anderen Seite des langen gerade Wassergrabens, der vom Schloss den Blick in die Ferne leitete, beratschlagten wir, was denn nun noch mit dem angebrochenen Tag geschehen sollte. Der unschlüssige Rollifahrer von vorher wollte schon nochmal seinen schwarzen Renner ausführen und hatte von einer einheimischen Rolline einen Tip bekommen, wo das sehr gut gehen könnte: Der Hirschgarten. Da dort auch ein Biergarten wartete und niemand sonst das Areal vorher gesehen hatte, beschlossen wir, es dort zu versuchen. Mit zwei Autos stürzten wir uns in den Verkehr und mussten alsbald feststellen, das nicht nur wir die Idee hatten, in den Hirschgarten zu gehen und die Sonne zu genießen. Einige Minuten Parkplatzsuche später, in denen wir die Autos getrennt voneinander abstellten, mussten wir uns erstmal wieder finden.

Die zwei Rollis bahnten sich alsdann spielend einen Weg durch die Fußgänger, sodass jene Mühe hatten, den beiden zu folgen. Aber wir wurden ja auch erwartet. Besagte Rolline samt vierbeinigem Begleiter saß – ohne Rolli – schon einsam vor ihrem Maßkrug und harrte unserer Ankunft im Biergarten. Und wir? Schlugen uns die Bäuche mit Brezen und Obatzta, Apfelsaft und Weißbier voll. Aber es hieß noch Platz lassen: Am Abend war noch ein zünftiges Essen in einem Münchener Gasthaus geplant. Während wir also futterten und tratschten, kündigten sich zwei weitere Mitglieder an, die bereits am Weg zum Hirschgarten waren. Als wir sie nach einigem Hin und Her aufgesammelt hatten, ließen wir uns einfach noch ein wenig gehend und rollend von der Sonne bescheinen. So langsam löste sich unser Grüppchen auf. Der Hund quengelte, einige hatten einen doch etwas längeren Heimweg. Der Rest machte sich langsam aber sicher auf zum vereinbarten Lokal. Dort stieß überraschend noch ein Caster zu uns und genoss einen kulinarisch perfekten Abschluss eines tollen Wochenendes mit uns gemeinsam.

Bleibt nur zu sagen: Danke für alle lieben Forumsmitglieder, die wir kennenlernen/wiedersehen durften. Danke für die guten Ideen für Ausflugsziele und Programmpunkte, danke für euren Eifer, liebe Münchner, die Treffen-Truppe immer wieder durch eure Stadt zu begleiten. Was noch?

Wir freuen uns auf das nächste Treffen, denn das nächste kommt bestimmt!